Um dies zu erreichen, müssen wir die Gesellschaft, deren Verbrauch hauptsächlich aus nicht erneuerbaren Energien besteht, zu einem Verbrauch bewegen, der nicht umweltschädlich und stattdessen nachhaltig ist. Der Übergang von einer Produktionsmethode zur anderen muss vor allem mit einem überlegten Konsumverhalten ergänzt werden. Die Veränderung der Mensch-Energie-Beziehung bezeichnen wir als Energiewende.

  • Wasserkraft: die Bewegungsenergie (Kinetik) von Meeres- und Flussströmungen
  • Wellenenergie: die mechanische Energie der Wellen und die potentielle Energie des Seegangs
  • Gezeitenenergie: die Energie der Wasserbewegung durch die Gezeiten
  • Wärmeenergie: die Energie, die durch den Temperaturunterschied zwischen den Tiefen- und Oberflächenwassermassen entsteht
  • Osmotische Energie: Energie basierend auf dem Unterschied im Salzgehalt zwischen Süß- und Meerwasser

Andere Energien können im Meer genutzt werden, ohne dass sie aus dem Wasser selbst kommen:

  • Offshore-Windkraft, die den Wind vom Meer zur Energiegewinnung nutzt.

Die Offshore-Windenergie wird häufig in die maritimen erneuerbaren Energien integriert. Man unterscheidet:

  • „feste“ Offshore-Windkraftparks mit auf dem Meeresboden befestigten Windturbinen und
  • „schwimmende“ Offshore-Windkraftparks mit Turbinen, die an einer auf der Meeresoberfläche schwimmenden Plattform befestigt sind.

Bisher haben mehrere technische Probleme die Entwicklung der erneuerbaren Energien auf dem Meer behindert, insbesondere der notwendige Transport der erzeugten Energie zum Verteilernetz und die benötigte Energiespeicherung.

Der Transport der Energie

Die Lage im Meer bedeutet lange Transportwege, bei denen ein Teil der Energie verloren geht. Anlagen in Küstennähe haben daher einen Vorteil gegenüber weiter entfernten Infrastrukturen, die sich weit weg vom Ort der Energienutzung befinden.

Die Speicherung der Energie

Einige Methoden sind „intermittierend“. Vorteilhafter ist es, von variabler, diskontinuierlicher und nicht programmierbarer Energieerzeugung zu sprechen. Die Erzeugung dieser Energien hängt von äußeren Faktoren (Seegang, Wind, Strömungen, Gezeiten) ab, die eine dauerhafte oder steuerbare Erzeugung „nach Belieben“ unmöglich machen.

Energie wird nicht nach dem Energiebedarf produziert, sondern richtet sich nach diesen externen Faktoren. Dabei kann überschüssige Energie produziert werden. In diesem Fall muss sie gespeichert werden. Es ist jedoch schwierig, Energie zu speichern, ohne Energie zu verlieren. Dennoch entwickeln sich die aktuellen Technologien sehr schnell, und auch wenn das Thema der Speicherung in Batterien lange Zeit sehr viel Aufmerksamkeit erhielt, gibt es nun viele andere Lösungen.

Eine Technik hat sich dabei besonders bewährt: das Pumpspeicherkraftwerk. Für diese Methode werden zwei Wasserbecken benötigt:

  • In der Energieüberschussphase wird das Wasser in ein Oberbecken gepumpt.
  • Wenn der Energiebedarf steigt oder in einer Phase, in der weniger Energie produziert wird, wird Wasser aus dem Becken in das Unterbecken geleitet und erzeugt durch den Antrieb von Turbinen Energie.

Dies hilft, das Gleichgewicht zwischen Erzeugung und Verbrauch im Stromnetz aufrechtzuerhalten. Tatsächlich ist die Unterbrechung kein Problem, sondern eher ein mit zu betrachtender, kontextueller Faktor.

Jede Art der maritimen erneuerbaren Energie hat Vor- und Nachteile. Wenn über ihre Installation entschieden werden soll, müssen alle Aspekte berücksichtigt werden, um je nach Standort, Produktionspotenzial und Energiebedarf die am besten geeignete Lösung zu wählen.

Vergleichstabelle der verschiedenen maritimen erneuerbaren Energien: